Bekiffte Spinnen
Vielleicht ließ sich das Spinnennetz als Messgerät für die Wirkung von Drogen und Medikamenten verwenden?
Und so fütterte er die Spinnen mit allem, was die Pharmazie an Drogen hergab: Meskalin, LSD, Koffein, Psilocybin, Marihuana, Luminal, Valium. In einem 35 mal 35 Zentimeter großen Rahmen konnten die Spinnen dann unter Drogeneinfluss ein Netz spinnen, das er vor einem schwarzen Hintergrund fotografierte. Witt entwickelte eine statistische Methode, mit der sich selbst kleine systematische Unterschiede feststellen ließen. Auf dem Bild des Netzes bestimmte er Winkel, Fadenabstände und Flächen und erstellte Tabellen mit der Häufigkeit des Netzbaus, der Größe der Fangflächen und dem Verhältnis der Netzachsen zueinander.
Viel Aufwand für ein dürftiges Ergebnis. Die Hoffnung, Spinnennetze als universelle Anzeige für chemische Stoffe einsetzen zu können, funktionierte nicht. Aber er blieb nicht der Einzige, der sich für die Drogennetze interessierte. Auch die Nasa versuchte mit Hilfe von ausgefeilten Statistikprogrammen einen Zusammenhang zwischen Droge und Netz herzustellen. Ergebnis: Für die Drogenprävention eigneten sich die Fabrikate der Spinnen definitiv nicht.
Das chaotischste Netz entstand unter Koffein,
das schönste unter Marihuana und
das regelmäßigste – das hatte schon Witt entdeckt – unter LSD.
Unter Marihuana Einfluss entstanden:

Unter LSD:

Unter Mescalin:

Und Kaffee.. :-)
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21. Juli 2006 um 00:37
skurrile idee. mich würde interessieren, ob es andere tierversuche in dieser richtung gibt.